aus vorchristlicher Zeit
„Geliebte Ostara, du Göttin der Morgenröte, nimm diese Opfergabe von uns an, als Zeichen unserer Dankbarkeit, dass du uns aus dem Urquell des Lebens trinken lässt. Wir danken dir für dein heiliges Wasser, dieses kostbare Element, dass du für uns mit der Energie des Lebens verbunden und so für uns zur labenden Quelle unseres körperlichen Seins gewandelt hast.
Ostara, du bist das Licht – das Licht aus dem Osten -, das neues Leben über das ganze Erdenrund bringt.
Oh Ostara, zeige dich durch die Geburt als Frühling und sei uns auch in diesem Kreis von Jera wieder die Üppige Göttin, auf das auch wir hier aus dem Schoß von Mutter Erde neu geboren werden können.
Schnell wie der Hase, deinem Gefährten von Feld und Wald, erscheinst du; springst du voran, fegst mit deinem Atem, dem Hauch des Windes über das karge Land; machst es fruchtbar. Schon hast du Tausende Sternchen gestreut, als Zeichen deiner Liebe, und bringst in jeder kleinen Blüte deine wärmenden Sonnenstrahlen zu uns.
Mit schnellem Lauf folgst du an diesem Tag der Reise der Sonne und deine Heilkraft verschenkst du an alle Gebärenden, ob Mensch oder Tier. Auch den Pflanzen, die ihre Samen voller Vertrauen auf Mutter Erde streuen, gibst du die Kraft des neuen Werdens.
Geliebte Ostara, du schmückst der Menschen Leib, der Wiesen Grün, der Bäume Ast, der Steine Grau. Segne uns, damit auch wir wieder im Frühlingsblühn erwachen können, sei uns und unseren Brüdern und Schwestern auf dem ganzen Erdenkreis die Botin des neuen Lebens.
Möge nun aufs Neue, im heiligen Lauf von Jera, im Kreis des Lebens, alles behütet und beschützt sein. …“
Auszug aus Rückkehr nach Utopia – Eine Inspiration für das Neue-Mensch-Sein
Ostern 2026, EliSa